STIFTUNGSVORSTAND

Aufgrund der nunmehr günstigen Rechtslage für das gemeinnützige Stiftungswesen in Österreich und aus dem Bedürfnis heraus, den Diskurs über die Zukunft der Zivilgesellschaft und sozialer Innovation im Kontext einer neuen Arbeitsteilung von Staat, Markt und Gesellschaft aktiv zu fördern und zu gestalten, ist im Jahr 2017 die Initiative zur Gründung der gemeinnützigen Stiftung Societas Futura. Gesellschaft Gestalten entstanden.
Ursprünglich angestoßen von der Theologin und Wirtschaftsethikerin Dr. Ramona Maria Kordesch und dem Bildhauer Prof. Werner Lexen, dem Eigentümer der Sammlung Florian, inspiriert von und rückgebunden an unterschiedlichste Forschungsprojekte der Zeppelin Universität und unterstützt von vielen Kräften, wird die Initiative von mehreren, ebenfalls dem Thema verbundenen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis gestaltet und mitgetragen.

Dr. theol. Ramona Maria Kordesch, MA.

Vorsitzende des Stiftungsvorstandes

*1986 in Klagenfurt am Wörthersee ist Theologin und Wirtschaftsethikerin.

Nach ihrem Studium in Graz und Tübingen verantwortete Dr. Kordesch die Forschungsstelle „Innovationssysteme der Wohlfahrtsorganisationen“ an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und leitete hernach den Forschungscluster „Leadership & Civil Society“ am Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) der Zeppelin Universität, der sie bis heute als Gastwissenschaftlerin angehört. Darüber hinaus ist Dr. Kordesch im Bereich des Non-Profit Managements und zu Themen der sozialen Innovation in Wirtschaft und Gesellschaft beratend tätig. Sie ist seit 2017 Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung Societas Futura. Gesellschaft gestalten mit Sitz in Wien und Kärnten und seit 2020 Director International Cooperations & Development beim Österreichischen Rat für Nachhaltige Entwicklung (www.nachhaltigkeits-rat.at)

Prof. Werner Lexen

Stifter

geb. 1945 in Braunau am Inn, ist Maler und Bildhauer. Werner Lexen gründete die gemeinnützige Stiftung Societas Futura und brachte den gesamten künstlerischen Nachlass in die Stiftung ein. Zudem ist er Kurator der Sammlung Florian.

Ab 1962 war er für das Maleratelier von Prof. Maximilian und Henriette Florian tätig und verantwortete dessen nationale und internationale Ausstellungen bis er 2013 den künstlerischen Nachlass übernahm und ihn 2018 in die gemeinnützige Stiftung Societas Futura einbrachte. Über seine Vortragsreihen „Kunst einmal anders“ in der Wiener Urania und seine Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung ist Lexen einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Den Beitrag der Kunst zur ganzheitlichen Bildung des Menschen zugunsten seiner seelischen und geistigen Weiterentwicklung zu erläutern, ist Werner Lexen ein ernstes Anliegen, von dem auch seine eigenen Exponate zeugen. Für seine Verdienste um die Erhaltung der Kunst erhielt er im Jahr 2014 das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich.

Bergrat h.c. Dipl. Ing. Günther Kolb

Stellvertretender Vorsitzender

geb.1954 in Leoben.

War bis zu seiner Pensionierung Sprecher der Geschäftsführung der voestalpine Stahl Donawitz. Derzeit ist er Vorstandsvorsitzender der Privatschule HTL Leoben, Präsident der Sportunion Leoben und Vorstand diverser sportlicher und historischer Vereine und Institutionen. Nach 10 Jahren als Universitätsrat der Montanuniversität Leoben ist er seit 2013 Ehrenbürger dieser Universität.

Thomas Knöller

Vorstandsmitglied

geb. 1984 in Stuttgart, hat in Tübingen Germanistik und Theologie studiert.

Er verantwortet im Caritas-Verband der Diözese Rottenburg-Stuttgart den Bereich spirituelle Bildung und berät als einer der Gründer und Geschäftsführer der soulcial.media GbR kirchliche Akteure im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Darüber hinaus ist Thomas Knöller als Ritualbegleiter sowie langjähriger Autor und Sprecher der katholischen Rundfunkarbeit am SWR tätig.

WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Prof. Dr. Dr. habil. Michael N. Ebertz

Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates

geb. 1953 in Offenbach, ist Soziologe und Theologe.

Er lehrt Soziologie, Sozialpolitik und freie Wohlfahrtspflege an der Katholischen Hochschule Freiburg. Weiterhin hat er zahlreiche Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen. Ebertz’ Forschungsschwerpunkte sind die Sozialpolitik und Freien Wohlfahrtsverbände, Kirchen- und Religionssoziologie. Ebertz befasst sich insbesondere mit der Auseinandersetzung der Kirche mit der hereinbrechenden Moderne seit dem 19. Jahrhundert. Empirisch erhebt er die Erscheinungsweisen der Kirche heute, publiziert als „Was glauben die Hessen?“ und „Kirchenaustritt als Prozess: Gehen oder bleiben?“, „Orden und Säkularisierung“ und „Spiritualitäten als Ressource“ (beide zus. mit Lucia Segler). Ebertz ist in der Fortbildung und Beratung tätig für Diözesen und kirchliche Verbände, persönliches Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, im Wissenschaftlichen Beirat von  Sinus-Integral  in Heidelberg und Wien.

Prof. Dr. habil Josef Wieland

Vorsitzender in Stellvertretung

geb. 1951 in Köln, ist Ökonom und Philosoph.

Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Institutional Economics & Organisational Governance, Integrity Management & Transcultural Leadership an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Zudem ist Prof. Wieland Direktor des Leadership Excellence Institutes Zeppelin (LEIZ) und Vizepräsident für Forschung an der Zeppelin Universität. Als Experte im Feld Compliance und Wirtschaftsethik seit über 20 Jahren initiierte er das Forum Compliance & Integrity (FCI), dessen Präsident er ist, und steht dem Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) vor. Er ist u.a. Mitglied des nationalen CSR-Forums des deutschen Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Jury für den CSR-Preis der Bundesregierung. Beratend für Politik und Wirtschaft ist er unter anderem für die EU-Kommission, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Weltbank, die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft und zahlreiche Dax-30-Unternehmen tätig. Er ist außerdem Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften und Ausschüssen sowie internationalen und nationalen wissenschaftlichen Kommissionen. Für seine Forschungen erhielt Wieland 2004 den Landesforschungspreis des Landes Baden-Württemberg für angewandte Forschung. Bereits 1998 erhielt Josef Wieland den Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in Köln.

Prof. Dr. Dr. habil. Ulrike Haider- Querica

Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates

geb. 1976 in Wien, ist Professorin für vergleichendes Verfassungsrecht an der Universität Rom.

Sie lehrt italienisches Verfassungsrecht und vergleichendes Verfassungsrecht an der Universität Rom, G. Marconi, wo sie auch Mitglied des Kollegiums des Doktorates in „Rechts- und Politikwissenschaften“ ist. Sie ist Mitherausgeberin einer wissenschaftlichen Zeitschrift zum vergleichenden Verfassungsrecht. Haider-Quercia ist Autorin mehrerer Bücher und zahlreicher Beiträge in wissenschaftlichen italienischen und internationalen Zeitschriften. Ihre Forschung und Publikationstätigkeit befasst sich mit der Transformation der Regierungssysteme, der Entwicklung neuer Repräsentationsmodelle, dem Minderheitenrecht und dem Recht der Migration.

Prof. Dr. Dr. Hc. Klaus M. Leisinger

Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates

geb. 1947 in Lörrach, ist Sozialwissenschaftler und Ökonom.

Prof. Leisinger ist Gründer und Präsident der Stiftung „Globale Werte Allianz“. Er war bis 2013 der Stiftungspräsident der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung. Er lehrt Soziologie an der Universität Basel und ist Gastprofessor an zahlreichen europäischen Universitäten sowie an der University of Notre Dame, der MIT Sloan School of Management in Cambridge (USA) und der DePaul University. Prof. Leisinger arbeitet in zahlreichen Beraterfunktionen für nationale und internationale Organisationen, wie den UN-Global Compact, die Weltbank und das Weltwirtschaftsforum (Global Agenda Council on Human Rights). Von Kofi Annan wurde er 2005 zum Sonderberater des UN-Generalsektretärs für den UN-Global Compact berufen. Er ist Mit-Vorsitzender der Digital Health Initiative, eine Kooperation von Interessensgruppen aus den Kommunikations- und Informationstechnologien und verschiedenen Gesundheitssektoren, zur Umsetzung der Millenium-Entwicklungsziele. Darüber hinaus ist er Kuratoriumsvorsitzender des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik sowie Mitglied mit Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen.

Prof. Dr. Hazim Atiatalla

Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates

ist Religionswissenschaftler und Ägyptologe. Prof. Atiatalla ist Dekan der Helwan-Universität in Kairo und war bis 2017 Gouverneur der ägyptischen Provinz Fayum.

Emil Diaconu

Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates

ist Mitbegründer und Geschäftsführer der Social City Wien. Die Social City Wien ist die Plattform für gesellschaftliche Innovation, die Entwicklungsfelder der Stadt Wien identifiziert und unterstützt. Diaconu ist auch Mitbegründer Junge Volkshilfe. Vor Social City Wien war Emil Diaconu langjährig in der Privatwirtschaft tätig.