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KUNST DES GLAUBENS

Es gibt Menschen, die mit ihrer Arbeit, mit ihrem Hiersein über den Zeitgeist hinaus Freude, Licht und Weisheit bringen. Von ihnen sagt man, sie kämen von den Sternen. Maximilian und Henriette Florian waren solche Menschen.   

Eingedenk der prägenden Wirksamkeit von Kunst in gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen, setzt die Stiftung einen besonderen Schwerpunkt durch die Begegnung mit dem Gesamtwerk der beiden bedeutenden österreichischen Künstler Maximilian und Henriette Florian. Für die Stiftung ist dieser Nachlass von großem Wert, weil sie in ihm wesentliche Bezüge zu ihren Wirkungsanliegen und ihrer Gründungsabsicht sieht: Welche Erfahrungen prägen zukünftig individuelle und kollektive Identität? Welchen Stellenwert haben Religion und Spiritualität in unserem Weltbild und von welchen Leitbildern wird dieses geprägt? 

Im Rahmen ihrer ersten Zukunftskonferenz „Die Arbeit der Zivilgesellschaft“ präsentierte die Stiftung eine umfangreiche Retrospektive der Sammlung Florian mit der Ausstellung einer Reihe von Schlüsselwerken der beiden Künstler in der Klimt-Villa in Wien. Eine Auswahl dieser Werke sehen Sie in unserer Onlinegalerie. 

Die Sammlung Florian ist im Besitz der Stiftung Societas Futura.

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MAXIMILAN FLORIAN

Maximilian Florian (*1901 in Klagenfurt, 1982 in Klosterneuburg bei Wien) nahm zunächst in Klagenfurt bei Albert Zahlbruckner Zeichenunterricht. Ab 1916 erfolgte seine Ausbildung im Goldschmiedehandwerk bis 1918 der Maler Ernst Riederer sein Talent erkannte und ihn förderte. Von 1922 bis 1930 war Maximilian Florian Stipendiat an der ›Wiener Akademie der Bildenden Künste‹. Im Jahre 1934 war Florian Augenzeuge der Februarkämpfe. Unter diesen Eindrücken schuf er ein Schlüsselbild der österreichischen Zwischenkriegszeit, nämlich »Die Revolution«. Von 1938 bis 1945 galt seine Malerei als ›entartet‹. Maximilian Florian war zwischen 1945 und 1960 Mitglied der Wiener Sezession, weiters war er 1946 Gründungsmitglied der Künstlervereinigung »Der Kreis« in Wien. Er nahm an der ersten Kunstausstellung nach dem 2. Weltkrieg in der »Galerie Würthle« in Wien teil und zwischen 1946 und 1956 an verschiedenen Ausstellungen in Europa und den USA. Florian malte Landschaften, Stillleben, Figurenkompositionen und Porträts und setzte sich vor allem mit der Kunst Herbert Boeckls auseinander, dessen ›expressiver Realismus‹ ihn nachhaltig beeinflusste. Florian wurde für seine Leistungen vielfach ausgezeichnet, so erhielt er unter anderem den Österreichischen Staatspreis für Grafik im Jahr 1935. Am 16. Dezember 1971 erhielt er die »Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien« in Silber. Für sein großformatiges Abendmahl wurde er von Papst Paul VI. mit der »Ehrenmedaille zu Jerusalem« in Gold ausgezeichnet. Bilder Maximilian Florians besitzen unter anderem die graphische Sammlung der »Albertina«, die »Österreichische Galerie«, die »Sammlung Leopold«, die »Sammlung Hans Dichand« und die Sammlung »Dr. L. Pressburger« in Los Angeles, Kalifornien. Seine Werke befinden sich u.a. im »Heeresgeschichtlichen Museum«, im »Belvedere« und in der »Albertina« in Wien, im »Landesmuseum Kärnten« in Klagenfurt sowie im »Museum Niederösterreich« in St. Pölten und im »Joanneum« in Graz.

HENRIETTE FLORIAN

Henriette Florian  (*1938 in Wien, †2013 in Wien) wurde am 18. November 1938 als Tochter des Malers Maximilian Florian und seiner Frau Luise (geb. Hermann) in Wien geboren. Schon während ihrer Schulzeit verbrachte Henriette Florian viel Zeit im Atelier ihres Vaters und lernte von ihm alles Wesentliche über Malerei. In dieser Zeit begann sie auch zu schreiben. Es folgten arbeitsreiche, freischaffende Jahrzehnte, in denen Henriette Florian ein umfangreiches literarisches und bildnerisches Werk schuf. Schon in frühester Zeit entstanden unzählige Gedichte, lyrische Texte, Erzählungen, Bühnenstücke und Hörspiele. Ihre Trilogie »Konstantin und Julian« gilt als Höhepunkt ihres literarischen Schaffens, das vom Präsidenten des Pen-Clubs, Theodor Czokor, gefördert wurde. Schon als junge Künstlerin ließ sich Henriette Florian keiner bestimmten Richtung oder Gruppe zuordnen, malte unbekümmert und unbeirrt außerhalb aller Modeströmungen, wobei die strenge Umrahmung ihrer Flächen immer wieder Assoziationen mit der Ikonenmalerei aufkommen lässt. Neben den für sie typischen Porträts mit großen Augen malte Florian Landschaften, Stillleben und sakral-inspirierte Gemälde. Neben ihren Ölbildern, Aquarellen und Zeichnungen arbeitete sie auch an expressiven Farbholzschnitten und Monotypien. Einige Werke Henriette Florians befinden sich in österreichischen Museen und in internationalen Sammlungen. Ihre Werke zieren die Wände im »NASA Museum« in Houston (USA), im UNO-Headquarter in New York, im UNESCO-Headquarter in Paris sowie im Kulturzentrum in Tel Aviv.

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